Entscheiden

von | 25 März, 2026 | Entscheiden, Selbstführung

Im Juni hat sich München in eine Sauna verwandelt. Auch bei Opa Manfred im Schrebergarten in Oberföhring. Am frühen Nachmittag schiebt Mary ihr Fahrrad durch das quietschende Gartentor. Die Bienen summen träge, als wären selbst sie von der Hitze erschöpft.

Opa Manfred sitzt auf der Holzbank vor der Laube, ein Glas Holunderschorle in der Hand, sein kariertes Flanellhemd offen über der abgetragenen Cordhose.

»Da bist du ja«, sagt er. »Katharina ist vor zehn Minuten angekommen.«

Katharina winkt vom Tisch aus. Sie trägt ein weißes Sommerkleid und eine Sonnenbrille, die sie jetzt auf den Kopf schiebt.

»Perfektes Timing«, sagt sie. »Ich habe einen Plan.«

Ein Plan, denkt Mary. Bei 32 Grad. Das kann nur schiefgehen.

»Erst mal die Neuigkeiten.« Opa steht auf, geht zur Laube und kommt mit einem kleinen Karton zurück. »Die letzte Wetterstation. Fertig.«

Mary nimmt den Karton entgegen. Darin: eine kompakte Station mit Temperatursensor, Feuchtigkeitsmesser und Solarmodul. Das Gehäuse aus hellem Holz, die Elektronik sauber verlötet. Sie riecht noch den Lötzinn.

»Herr Brenner hat dreimal angerufen«, sagt Opa. »Aber ich habe ihm gesagt: Mary hält ihr Wort. Auch wenn es etwas länger dauert.«

Mary schluckt. Die Fertigstellung der Station war seit Monaten überfällig. Sie hat es immer wieder vor sich hergeschoben, seit der Zeit, als ihr Leben aus den Fugen geraten ist.

»Danke, Opa.«

»Nicht dafür.« Er legt ihr eine Hand auf die Schulter. »Verlässlichkeit bedeutet nicht, nie zu stolpern. Es bedeutet, wieder aufzustehen und zu liefern.«

Verlässlichkeit, denkt Mary. Einer meiner Werte. Gut, dass ich ihn nicht komplett verraten habe.

»Ich bringe es am Montag zur Post.«

»Gut.« Opa nickt. »Und jetzt ab mit euch. Bei der Hitze solltet ihr am Wasser sein, nicht hier bei den Bienen.«

Sie radeln die Isar entlang, vorbei an der Reichenbachbrücke, durch das Glockenbachviertel. Die Sonne brennt, aber der Fahrtwind kühlt. Links glitzert der Fluss, rechts ziehen die Altbauten vorbei. 

»Halt!«, ruft Katharina plötzlich.

Mary bremst. Sie stehen vor der St.-Maximilian-Kirche, deren neugotische Türme in den blauen Himmel ragen.

»Jessas«, sagt Katharina und zeigt auf ein kleines Eiscafé an der Ecke.

»Jessas?«

»Die Eisdiele. Beste Sorten von Ballabeni in ganz München. Komm.«

Sie parken die Räder und stellen sich an. Die Schlange ist kurz – es ist früher Nachmittag, die meisten Münchner scheinen sich in klimatisierten Büros aufzuhalten. Mary studiert die Auswahl. Schoko-Ingwer. Zitrone-Basilikum. Weiße Schokolade und Pistazie. Joghurt-Himbeer.

»Zitrone-Basilikum und Joghurt-Himbeer bitte«, sagt Katharina zur Verkäuferin. »In der Waffel.«

Mary bestellt dasselbe.

Sie setzen sich auf eine kleine Bank im Schatten. Das Eis ist kühl und intensiv – die Zitrone scharf und frisch, die Himbeere süß mit einem Hauch Säure.

Das, denkt Mary, als die Glocken der St.-Maximilian-Kirche läuten, ist der Geschmack von Sommer in München.

»Also«, sagt Katharina zwischen zwei Bissen. »Ich muss dir was sagen.«

»Du wirst Influencerin.«

»Nein, Mary.« Katharina schaut sie an. »Think.Make.Start. Du und ich. Gemeinsam.«

Mary hört auf zu lecken. Ein Tropfen Eis läuft über ihre Finger.

»Think.Make.Start.?«

»Zwei Wochen Start-up-Bootcamp im September. Team und Idee finden, Prototyp bauen, pitchen. Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende des Monats.«

Think.Make.Start., denkt Mary. Klingt wie ein Fitness-Camp für Business-Ideen. Mit weniger Smoothies und mehr Pitch Decks.

Sie wischt sich die klebrigen Finger an einer Serviette ab.

»Ich weiß nicht, Katharina. Mein viertes Semester ist gerade vorbei. Im fünften wird es härter. Und ich habe mich gerade auf das Studium refokussiert.«

»Es ist am Anfang des Semesters, weit vor den Prüfungen. Wann, wenn nicht jetzt?«

»Aber was ist, wenn ich wieder –« Mary bricht ab.

Katharina wartet.

»Was ist, wenn ich den Fokus verliere?« Leiser jetzt. »Ich habe mir vorgenommen, weniger zu machen. Nicht mehr.«

»Das verstehe ich. Aber Think.Make.Start ist anders. Zwei Wochen. Intensiv, ja. Aber danach weißt du, ob Gründen etwas für dich ist. Oder eben nicht.«

»Ich überlege es mir.«

Sie verzehren alles, auch die Waffeln, und schwingen sich wieder auf die Räder.

Wenig später sind sie am Flauchersteg an der südlichen Isar. Es ist 15 Uhr. Der Flauchersteg ist eine Holzbrücke über die Isar, umgeben von Kiesbänken und alten Bäumen. Südlich der Wittelsbacherbrücke ist der Fluss breiter und ruhiger. Familien picknicken am Ufer, Hunde toben durchs Wasser, eine Gruppe Jugendlicher grillt.

Mary und Katharina legen ihre Handtücher auf den Kies und waten in die Isar.

Das Wasser ist schockierend kalt in der Junihitze – Marys Körper reagiert. Sie hält den Atem an, ein Reflex, den sie nicht unterdrücken kann. Das Wasser ist kristallklar. Mary kann die Kieselsteine am Grund sehen, die Schatten von Fischen, die träge gegen die Strömung schwimmen.

Sie taucht unter. Einmal. Zweimal.

Als sie wieder auftaucht, ist ihr Kopf leer. Klar.

Die Isar, denkt sie. Meine Heilerin ohne Nebenwirkung.

Katharina und Mary schwimmen ein paar Züge, lassen sich treiben, krabbeln dann zurück ans Ufer und legen sich auf die Handtücher. Die Sonne trocknet ihre Haut innerhalb von Minuten.

Katharina holt ihr Handy aus der Tasche.

»Ich habe was für dich«, sagt sie. »Einen Podcast. Josef Fleischmann, Isar Aerospace.«

»Der Raketenbauer.«

»Genau.« Katharina steckt einen Kopfhörer in Marys Ohr und drückt Play.

Josef Fleischmanns Stimme füllt Marys Ohr – ruhig, bedächtig, bayerisch:

»Man darf sich nicht tot analysieren. Man muss in der Unsicherheit entscheiden. Entscheidungsparalyse ist der Grund, warum viele Teams scheitern.«

Mary schließt die Augen. Die Sonne wärmt ihr Gesicht. Das Rauschen der Isar mischt sich mit Fleischmanns Stimme.

»Ich habe immer meiner Intuition vertraut. Aber man braucht natürlich ein tiefes, fachliches Verständnis für das Thema. Dann: mutig entscheiden.«

Katharina pausiert, dann spielt sie weiter:

»Welche Rolle spielt Resilienz für Gründer?«, fragt der Interviewer.

»Eine sehr große. Es geht definitiv nicht alles glatt. Da darf man den Kopf nicht in den Sand stecken. Jemand, der keine Resilienz hat, sollte sich lieber anstellen lassen.«

»Wie baut man sie auf?«

»Ich weiß gar nicht, wie man Resilienz trainieren kann. An der Universität wird es nicht gelehrt. Es ist die Schule des Lebens. Man muss das alles überleben. Und wird durch jede Situation stärker.«

Katharina stoppt den Podcast. Mary öffnet die Augen und starrt in den blauen Himmel.

Man muss das alles überleben, denkt sie. Und wird durch jede Situation stärker.

Ich hab überlebt. Ich bin stärker geworden. Es ist Zeit, das zu nutzen.

»Ich habe was gelesen«, sagt Mary. »Über Okinawa. Die Insel mit den Hundertjährigen.«

»Die mit dem Ikigai?«, fragt Katharina.

»Ja. Aber sie haben noch etwas anderes: Moai. Eine Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen – ihr ganzes Leben lang.« Mary dreht sich zu Katharina. »Die ältesten Menschen der Welt treffen keine großen Entscheidungen allein. Sie fragen ihre Moai.«

Katharina schweigt einen Moment. Dann: »Bin ich deine Moai?«

Mary schaut sie an. Katharina, mit nassen Haaren und Sommersprossen. Katharina, die ihr verziehen hat. Katharina, die da ist.

»Du und Opa«, sagt Mary.

»Komm«, sagt Katharina. »Ich möchte dir meinen Lieblingsort im Sommer zeigen.«

Der Rosengarten der Baumschule Bischweiler liegt versteckt in Untergiesing, zwischen Isarauen und Sachsenstraße. Es ist 17:00 Uhr, als sie ihre Räder durch das Tor schieben und eine andere Welt betreten.

Hunderte Rosen blühen in allen Farben – rot, rosa, gelb, weiß, orange. Der Duft ist überwältigend. Süßlich und frisch in der Sommerluft. Zwischen den Beeten stehen Bänke, am hinteren Ende plätschert das Freibadbächl. Eine Hummel arbeitet sich von Blüte zu Blüte. Mary beobachtet sie einen Moment.

Selbst hier, denkt sie, Bienen.

»Wow«, sagt sie.

»Ich weiß.« Katharina führt sie zu einer Bank in einer kleinen Nische, umgeben von rosa Kletterrosen. »Mein Geheimtipp.«

Sie setzen sich. Mary holt ihr Notizbuch aus dem Rucksack.

»Okay«, sagt sie. »Wenn wir das machen, dann richtig. Mit System.«

»Heiligs Blechle«, sagt Katharina.

Das Scoring-Modell

Mary zeichnet eine Tabelle. Oben zwei Spalten: Think.Make.Start (TMS): JA und NEIN.

»Es gibt eine Methode, die ich aus Manage&More kenne: das Scoring-Modell. Man definiert Kriterien, gewichtet sie nach Wichtigkeit und bewertet dann jede Option auf einer Skala von 1 bis 5. Am Ende multipliziert man Bewertung mal Gewichtung und addiert alles. Das Ergebnis ist eine Zahl – kein Bauchgefühl, keine Vermutung.«

»Klingt sehr Mary.«

»Ist es auch.«

Schritt 1: Kriterien definieren und gewichten

»Welche Kriterien?«, fragt Katharina.

Mary überlegt. Dann schreibt sie – und erklärt dabei jedes Kriterium in einem Satz:

Kriterium

Gewichtung

Was bedeutet das?

Ikigai-Alignment

25 %

Passt TMS zu meinem Lebenssinn – Natur, Technologie, Bienen?

Team-Chemie

25 %

Will ich das wirklich mit Katharina zusammen tun?

Lernpotenzial

10 %

Was kann ich dort lernen, was ich sonst nicht lerne?

Risiko

25 %

Wie groß ist die Gefahr, den Fokus und meine Gesundheit zu verlieren?

Zeit-Investment

5 %

Zwei intensive Wochen im September – verkraftbar?

Karriere-Impact

10 %

Was bringt es langfristig für meinen Weg?

Katharina tippt auf das Notizbuch. »Da fehlt was.«

»Was?«

»Deine Werte.« Sie schaut Mary an. »Du hast mir davon erzählt. Verlässlichkeit. Mut. Optimismus. Wenn Werte dein Nordstern sind – müssen sie doch auch in die Entscheidung einfließen, oder nicht?«

Mary hält inne.

Werte in Entscheidungen einbeziehen, denkt sie. Das ist so logisch, dass es fast wehtut.

»Du hast recht.«

»Wie wäre es, wenn die Werte zusammen 30 Prozent haben«, stellt Katharina fest. 

»Fast ein Drittel, ja, gute Idee.« Mary schaut auf die Tabelle. »Anselm Grün sagt: Klugheit denkt vom Ende her. Was bedeutet diese Entscheidung in zehn Jahren für mich?«

Schritt 2: Optionen bewerten 

Sie arbeiten sich durch die Kriterien. Bei jedem Punkt diskutieren sie kurz. Dann trägt Mary die Werte ein – 1 für schwach, 5 für stark:

Kriterium

Gew.

TMS: JA

TMS: NEIN

JA (gewichtet)

NEIN (gewichtet)

Ikigai-Alignment

15 %

5

2

0,75

0,30

Team-Chemie

15 %

5

1

0,75

0,15

Lernpotenzial

10 %

5

2

0,50

0,20

Risiko

15 %

1

5

0,15

0,75

Zeit-Investment

5 %

2

5

0,10

0,25

Karriere-Impact

10 %

4

1

0,40

0,10

Verlässlichkeit

10 %

1

2

0,10

0,20

Mut

10 %

5

1

0,50

0,10

Optimismus

10 %

2

1

0,20

0,10

Gesamt

100 %

3,45

2,15

Mary legt den Stift hin.

»Ergebnis: TMS JA – 3,45. TMS NEIN – 2,15.«

»Okay«, sagt Katharina. »Knapper als ich dachte.«

Sie starrt auf das Ergebnis. Die Rosen duften schwer. Das Bächlein plätschert.

»Was sagt die Tabelle?«, fragt Katharina.

»Bewerben.«

»Und was sagt dein Bauch?«

Mary schließt die Augen. Sie denkt an Ikigai. An die vier Kreise. An Natur, Technologie, Bienen. An Josef Fleischmann: Man muss in der Unsicherheit entscheiden. An Okinawa. An Moai. An Katharina neben ihr. Dann öffnet sie die Augen.

»Warte.«

Sie nimmt ihr Handy und wählt Opas Nummer. Er nimmt nach dem zweiten Klingeln ab.

»Opa, Katharina und ich wollen uns für Think.Make.Start bewerben. Das zweiwöchige Gründer-Programm der TU München im September.«

Kurze Stille. Dann seine Stimme, ruhig wie immer: »Gut. Macht das.«

»Danke, Opa. Bis bald.«

Mary lächelt. Mehr braucht sie nicht zu wissen.

Sie öffnet die Bewerbungsseite. Katharina macht parallel auf ihrem Handy mit. Beide tippen. Namen, E-Mail, Motivation.

»Fertig?«, fragt Mary.

»Fertig.«

Um 18:23 Uhr, im Rosengarten, umgeben vom Duft Hunderter Blüten, drücken sie auf Absenden.

Sie sitzen schweigend nebeneinander. Die Abendsonne taucht den Garten in goldenes Licht. Irgendwo singt eine Amsel.

Ich wusste nicht, ob ich bereit war, denkt Mary. Aber ich wusste: Warten macht mich nicht bereiter.

Vier Wochen später im Schrebergarten in Oberföhring: Mary sitzt neben Opa auf der Holzbank. Die Luft riecht nach Wachs und reifen Äpfeln. Der Honig ist geerntet, auf dem Tisch stehen Gläser mit frischer Apfelschorle. Als Mary nach dem Glas greifen möchte, vibriert ihr Handy.

Eine neue E-Mail. Betreff: Think.Make.Start – Zusage.

Mary klickt. Liest. Liest noch mal.

»Liebe Mary, wir freuen uns, dir mitteilen zu können, dass du für das Think.Make.Start-Programm im September ausgewählt wurdest …«

Ihr Herz hämmert.

Sie wählt sofort Katharinas Nummer.

Es klingelt. Einmal. Zweimal. Dreimal.

»Mary?« Katharinas Stimme klingt angespannt.

»Ich bin drin.«

»ICH AUCH!«

Einen Moment Stille. Dann schreien sie beide – und Opa, der neben Mary sitzt, hält sich die Ohren zu und lacht.

»Freiheit, heute Abend?«, fragt Katharina.

»19 Uhr bin ich da.«

Als Mary auflegt, schaut Manfred sie an, die Augenbrauen hochgezogen.

»Wir sind drin!«, ruft Mary. »Think.Make.Start! Katharina und ich!«

Opa lächelt. Dieses ruhige, warme Lächeln, das Mary seit ihrer Kindheit kennt.

»Wunderbar«, sagt er.

Sie umarmen sich. Halten sich fest. Eine Minute vergeht. Marys Herzraum ist mit Liebe durchflutet. Dann schaut sie über den Garten. Die Bienen, die Hochbeete, die Linde.

Ich weiß jetzt, wer ich bin, denkt sie. Ich weiß, wofür ich stehe. Ich weiß, was ich will.

Jetzt fehlt nur noch eins: Es zu tun.

Jetzt bist du dran

Schritt 1

Stelle dir einen Timer auf 7 Minuten.

Schritt 2

Lese die Inspiration zu den Motiven auf der Core Principles Canvas zweimal durch:
– einmal mit dem Verstand (Fakten),
– einmal mit dem Herzen (Gefühle).

Fehlt dir ein Motiv? Ergänze es.

Schritt 3

Notiere deine drei Motive, z.B. in der Core Principles Canvas.

Schritt 4

Überlege
1. Welches dieser drei Motive findest du am inspirierendsten für dich?
2. Treffe eine Entscheidung – bewusst, nicht perfekt – und wähle dein Hauptmotiv.
3. Vervollständige diesen Satz mit deinem Hauptmotiv.

„Ich möchte ein Start-up gründen und…

Schritt 5

1. Bespreche dein Hauptmotiv mit einem Freund, einer Freundin oder einem Familienmitglied.
2. Frage sie nach ihren Motiven für ihre Arbeit.
3. Tauscht euch darüber aus, welche Rolle Motivation bei der Arbeit spielt.

Gut, dass du dich auf die Reise zu dir selbst machst.

Diese Übung ist eine von insgesamt elf Übungen.
Wenn die Übung deine Hoffnung stärkt,
dann mache mit der nächsten Übung weiter.

Über Flo Küster

Flo Küster, in der DDR geboren, floh als Kind mit seinen Eltern in die Freiheit. Später studierte er in Reutlingen, London, Paris und Berlin und gründete drei Start-ups. Zwei flogen, eins crashte. Er brannte aus und fand sein Feuer wieder.

Fünf Jahre arbeitete er bei der UnternehmerTUM, Europas führendem Start-up-Hub, zuletzt als Teil der Geschäftsleitung. Dort prägte er den MakerSpace. Heute begleitet er Gründende, die mehr wollen als nur Profit, beim Aufbau ihrer Unternehmen.

Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in München. In seiner Freizeit trainiert er eine Jugend-Fußballmannschaft — weil er weiß, dass Werte nicht nur gepredigt, sondern von klein auf gelebt werden müssen.

Isar Valley ist sein Debütroman.

Isar Valley –
Gründen mit Werten

Eine junge Frau beginnt ihr Studium in München.
Ihr Herz sucht etwas, das ihr Verstand noch nicht benennen kann.

In einer Kirche findet sie ein Versprechen, ohne zu beten. In einem Krankenhaus beendet sie ihre Rastlosigkeit, ohne zu kämpfen. Im Schrebergarten trifft sie ihren Großvater, der ohne große Gesten zu ihr sagt:

»Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz.«

Flo Küster erzählt von Mary Fischer und ihrer Suche nach dem, was Halt gibt — in einer Zeit, in der viele das Vertrauen in Politik, Konzerne und Kirchen verloren haben. Von Werten, die nicht gepredigt, sondern gelebt werden. Und von der stillen Wahrheit, dass wir wie Reben am Weinstock sind — Frucht tragen wir nur in Verbundenheit.

Ein Roman über den Sinn des Lebens, den Start-up-Werkzeugkoffer — und den Mut, eine eigene Idee zum Fliegen zu bringen.

Die Core Principles Canvas downloaden

Du möchtest dich beruflich verändern?
Beginne mit der Canvas — Schritt für Schritt, per E-Mail, kostenfrei.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Viel Spaß mit deiner Core Principles Canvas.

Wir nutzen Brevo. Du bekommst die Core Principles Canvas kostenlos und meldest dich als Dank für unseren Newsletter an. Datenschutzerklärung von Brevo.

Spannende Artikel 

Lebenssinn
Lebenssinn

Marys WG, Schwabing. 4:59 Uhr. Mary ist bereits wach, als ihr Wecker eine Minute später klingelt. Seit drei Monaten steht sie um fünf auf für ihr heiliges Morgenritual. Nicht weil Salomon es ihr einflüstert, sondern weil sie es möchte. Ihr Körperrhythmus hat sich...

Balance
Balance

Es ist 3 Uhr nachts und Marys Herz rast. Der dritte Energydrink steht ungeöffnet auf dem Nachttisch. Mary war zu erschöpft, um ihn zu öffnen.  Sie liegt in ihrem WG-Zimmer, starrt an die Decke, zählt die Schläge. 140. 150. Das kann nicht normal sein. Ihr Puls hämmert...

Aktion
Aktion

Freitag, zweite Januarwoche. Angsa Robotics, Gollierstraße 15, Büro Zweites Obergeschoss. Das neue Jahr ist noch keine zwei Wochen alt. Neben Marys Laptop steht der zweite Energydrink des Tages. Es ist 14 Uhr. Sie kennt den Geschmack schon im Voraus: metallisch-süß,...

Perspektive
Perspektive

David Hahn trägt weiße Sneakers und einen grauen Kapuzenpulli. Er ist CEO von remberg, 45 Mitarbeiter, gerade 15 Millionen Euro Funding eingesammelt. Er steht vorne im Seminarraum und fühlt sich als TUM-Alumnus sichtlich wohl an seiner Alma Mater. »Die meisten Gründer...

Planung
Planung

Dezember. Seminarraum eins, Lichtenbergstraße sechs, UnternehmerTUM. Der Monat, in dem alle so tun, als hätten sie ihre Jahresziele erreicht. Im Foyer riecht es nach Glühwein. Irgendjemand hat welchen mitgebracht. Mary tippt auf Tom. Tom bringt immer Dinge mit, die...

Ordnung
Ordnung

Dienstagmittag. Gestern volles Programm: Informatikkurse am Vormittag, neuronale Netze trainieren bei Angsa am Nachmittag. Heute: Manage&More. Dazwischen: schlafen und essen. Jetzt sitzt Mary vor dem Café Novumon in Garching und ihr Kopf ist voll. Erkenntnisse aus...